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eCarTec Awards: Die Sieger stehen fest

Ausgezeichnet: Die Gewinner der eCarTec Awards 2014

Im Rahmen der Elektromobilitätsmesse eCarTec, die vom 21. bis 23. Oktober in München stattfand, wurden zukunftsweisende Produkte und Dienstleistungen mit dem Bayerischen Staatspreis für Elektromobilität ausgezeichnet.

Der Preis wurde in diesem Jahr in den sechs Kategorien Electric Vehicle, Energy & Infrastructure, Energy Storage, Powertrain & Electronics, Product Concept/Vision sowie Sustainable Mobility Concept verliehen. Die Sieger pro Kategorie konnten sich über ein Preisgeld von 10.000 Euro freuen.

„Elektromobilität ist eines der Megathemen unserer Zeit. Mit der bayerischen Elektromobilitätsstrategie will die Staatsregierung die Vorreiterrolle des Wirtschafts- und Technologiestandorts Bayern weiter ausbauen und Elektromobilität als zukunftsweisende und umweltfreundliche Technologie weiter forcieren.“, betont Ministerialdirektor Dr. Bernhard Schwab, der die Preise gemeinsam mit dem Moderator Jan Stecker und dem Veranstalter der Messe Robert Metzger übergeben hat.


Die Preisträger 2014 im Überblick:

Der Sieg in der Kategorie Electric Vehicle ging an Volkswagen und den e-Golf. Das effiziente Elektroauto überzeugte in seiner Klasse mit einem niedrigen Verbrauchswert von 12,7 kWh/100 km und einer Reichweite von bis zu 190 km im NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus).

Die Firma Initis hat mit ihrem ‚induktiven System für die Energieübertragung von Elektrofahrzeugen’ in der Kategorie Energy & Infrastructure die Jurymitglieder für sich gewonnen. Das System für die Energieversorgung von Elektrofahrzeugen im Stand und während der Fahrt sei mit geringem Fahrzeug- und Infrastrukturaufwand realisierbar und könne hohe Leistungen übertragen. Der Aufwand für das Einbringen der Technik in die Straße soll minimal sein und den aktuellen Stand der Straßenbautechnik berücksichtigen.

In der Kategorie Energy Storage wurde in diesem Jahr das Li-Ionen-Batterie-Modul der Firma Akasol ausgezeichnet. Das hochfunktionale Modul speziell für Hybrid- und High-Power-Anwendungen ist serienfertig, verfügt über eine Flüssigkühlung und wiegt nur 5,9 Kilogramm.

In der Kategorie Powertrain & Electronics konnte sich ZF mit EVD 1+ (Electric Vehicle Drive 1 Plus) gegen die Mitbewerber durchsetzen. Der Technologiekonzern hat ein elektrisches Achsantriebssystem für kleine und mittlere PKW entwickelt. Das zentral auf der Achse positionierte System, das E-Antrieb und Leistungselektronik platzsparend integriert, bietet 115 kW mechanische Leistung und hohe Drehmomente schon bei niedrigen Drehzahlen.

Als Sieger der Kategorie Product Concept/Vision wurde das TUM Create Research Center mit EVA (Electrical Taxi Concept) ausgezeichnet. Das erste, rein elektrische Taxi, das speziell für tropische Megastädte entwickelt wurde, überzeugt mit einer Ladezeit von nur 15 Minuten und einer Minimalreichweite von 200 km, wenn man Fahrzyklen und Klimakonditionen wie in Singapur voraussetzt.

Mit dem Konzept ‚intercharge – charge wherever you like’ – ein nutzerfreundlicher und effizienter Ansatz, der öffentliche Ladestationen anbieterübergreifend zugänglich macht – sah die Jury die Firma Hubject in der Kategorie Sustainable Mobility Concepts ganz vorne. Unabhängig vom Betreiber der Ladestation können Endkunden mittels der intercharge-Kompatibilität alle notwendigen Dienstleistungen rund um das Laden von Elektrofahrzeugen im (privat-)öffentlichen Raum auf Basis von zeitgebundenen oder auch ad-hoc-Verträgen realisieren.

 

bdr